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Jana McKinnon: „Manchmal habe ich das Gefühl, ich wache fast jeden Tag in einer neuen Welt auf.“

von Laura Bähr

Jana, du spielst die Hauptrolle in der Buchverfilmung der „Silber“-Trilogie von Kerstin Gier, die auf Amazon Prime Video läuft. In der Serie werden nicht nur die Träume der Charaktere, sondern auch deren Alpträume wahr. Was wäre für dich der schlimmste Alptraum, der aktuell wahr werden könnte? 
Jana McKinnon: Ich glaube, dass einem meiner Liebsten etwas passiert. Der Verlust von Freunden und Familie, das wäre das Schlimmste für mich. 

Glaubst du an die Bedeutung von Träumen? 
Ich liebe träumen. Ich finde Träume sind etwas total Spannendes und Inspirierendes. Wenn ich aufwache und mich an den Traum erinnere, bleibe ich häufig noch 10 Minuten liegen und versuche nochmal zu rekonstruieren, was ich gerade alles im Traum erlebt habe. Das Gefühl nochmal nachzufühlen. Dabei geht es mir gar nicht um Traumdeutung im Speziellen. Es ist eher wie eine eigene Welt, die sich offenbart. Ich schöpfe daraus auch viel Inspiration für mein Leben und meinen Alltag. Eigentlich ist es, als hätte ich nachts einen spannenden Film geschaut hätte, nur dass ich nicht aussuchen konnte, welchen. 

Kannst du dich an deinen letzten Traum erinnern? 
Leider nicht. Ich arbeite aktuell so viel, dass ich gefühlt nur noch ins Bett falle. Mein Körper braucht die Erholung. In solchen Phasen erinnere ich mich seltener an meine Träume.

Die Serie „Silber“ basiert auf einer Bücherreihe. Welche Rolle spielen Bücher in deinem Leben? 
Ich habe als Kind unfassbar viel gelesen. Mit vier Jahren habe ich mir selbst das Lesen beigebracht, weil mich diese Welt so faszinierte. Ich las so viel, dass ich ein Bücherkaufverbot auferlegt bekommen habe, weil meine Eltern es sich nicht leisten konnten, mir jede Woche neue Bücher zu kaufen (lacht). Deshalb war ich auch ein großer Fan der Bibliothek bei uns in der Stadt. Ich bin mindestens einmal die Woche hin und habe mir neue Bücher geholt, das war ein Ritual für mich.

Für einen Urlaub habe ich mich dann auch schon mal mit 30 Exemplaren ausgestattet (lacht). Heute unvorstellbar. Leider ist mir das Lesen ein bisschen verloren gegangen. Man liest online Nachrichten, liest die Drehbücher und den Rest der Zeit hängt man auf Social Media rum. Gefühlt geht es beim Lesen meist um das Lernen oder darum sich fortzubilden. Einfach nur so aus Spaß einen Roman zu lesen, erlaubt man sich viel zu selten. 

Das stimmt, das gesteht man sich wirklich immer seltener zu…
Das versuche ich gerade wieder zu ändern! Ich habe einfach angefangen sehr dünne Bücher zu lesen (grinst). Wir haben ja für „Silber“ in Irland gedreht und so bin ich auf einige irische Autor:innen wie Claire Keegan gestoßen, die ich aktuell verschlinge. 

Gibt es das eine Buch in deinem Leben? 
Ich glaube nicht, nein. Es gibt ein Buch für jede Lebensphase. Aber ein Buch, das ist viel zu wenig für ein ganzes Leben. 

Du bist in Wien aufgewachsen und somit, wenn man das so sagen darf, vermutlich sehr kulturverwöhnt ins Leben gestartet. Inwiefern hat dich das auf deinem weiteren Lebensweg geprägt?
Ich bin total kulturverwöhnt. Wenn du damit groß wirst, jederzeit in eine tolle Ausstellung, einen Film, ins Theater oder ins Konzert gehen zu können, und das häufig sogar umsonst, bist du erstmal verdutzt, wenn du feststellst, dass das gar nicht überall auf der Welt der Fall ist. Ich habe die letzten zwei Jahre viel Zeit in Australien, bei dem australischen Teil meiner Familie, verbracht und da merkt man schon, dass es da ein ganz anderes Kulturverständnis gibt. Da sind andere Dinge wichtiger. Mir hat es sehr gefehlt, dass es dort in der Nähe kein Programmkino gab. 

„Es gibt ein Buch für jede Lebensphase.“

Neben der Schauspielerei studierst du Kultur und Sozialanthropologie. Warum? 
Ich habe mich nach intellektuellem Input gesehnt und mit diesem Studium die perfekte Ergänzung für mich gefunden. Man diskutiert sehr viel, bespricht Texte und schaut sich eine Fragestellung oder ein Problem im Kleinen an, um dann ins Große, wie etwa ein globales Phänomen, zu übertragen. Diese Methode hat für mich sehr viel Ähnlichkeit zu der Herangehensweise eines Filmes. Man schaut sich eine kleine, spezifische Sache an und erzählt darüber etwas ganz Großes. Durch mein Studium habe ich quasi das Geschichtenerzählen noch einmal anders für mich entdeckt. 

Du hast auch eine Weile Politikwissenschaft studiert. Hattest du das Gefühl, du verstehst die Politik der Welt in dieser Zeit etwas besser? 
Zum Teil schon, ja. Ich hatte ein sehr spannendes Seminar über EU-Politik. Dort habe ich eine Menge gelernt. So sehr man die EU kritisieren kann und muss, dass wir in der EU frei reisen und uns niederlassen dürfen, wo immer wir wollen, ist ein wahnsinniges Privileg. Ich drehe gerade einen Roadmovie, bei dem wir von Wien nach London fahren. Bisher mussten wir an keiner Grenze halten, das ist schon besonders. 

Du stehst seit du fünf Jahre alt bist vor der Kamera, sagst aber in Interviews, dass es eigentlich nie dein Traum war, Schauspielerin zu werden. In einer Branche, in der viele sich zu 100% mit dem Job identifizieren, eher ungewöhnlich. Glaubst du es tut deinem Schauspiel gut, dass es für dich noch andere Zukunftsversionen gibt? Dass dieser Plan nicht um jeden Preis aufgehen muss?
Ich weiß nicht, ob es mein Schauspiel selbst besser macht, aber ich bin mir sicher, dass es mir eine gewisse Entspanntheit gibt, mit der Branche und vor allem mit Absagen umzugehen. Auf der anderen Seite beneide ich häufig die Kolleg:innen, die wissen, dass es nur diese eine Version ihres Lebens geben kann. Ich lasse mich meistens treiben, was natürlich sehr schön sein kann, aber komme so vielleicht auch nicht immer dort an, wo ich hätte ankommen können, wenn ich es wirklich darauf angelegt hätte. Ein Leben ohne Film kann ich mir aber nicht mehr vorstellen. 

„Durch mein Studium habe ich das Geschichtenerzählen noch einmal anders für mich entdeckt.“

Okay, das heißt du veränderst vielleicht irgendwann deine Position in der Filmwelt, aber Tischlerin wirst du nicht mehr?
Da habe ich ehrlich gesagt auch schon drüber nachgedacht (lacht). Ein super spannender Beruf. Das Problem oder das Glück, je nachdem, wie man es sieht, ist, dass ich mich einfach so gut für Dinge begeistern kann. Mein liebstes Hobby ist es, mir neue Hobbys zu suchen. Ich möchte jeden Tag neue Dinge lernen. 

Möchtest du die beste Schauspielerin der Welt werden? 
Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob man darauf hinarbeiten kann. Was heißt überhaupt die beste Schauspielerin der Welt? Was macht sie aus? Welche Eigenschaft entscheidet darüber? Das sieht glaube ich auch jeder anders. Es gibt auch keine zwei Kolleginnen, die eine Rolle identisch verkörpern würden. Wie will man das also vergleichen? Jeder hat seine eigene Energie vor der Kamera, das ist ja auch das Spannende daran. 

Gibt es ein richtig und ein falsch beim Schauspiel oder ist alles Geschmacksache? 
Ich glaube es gibt ein ehrlich und nicht ehrlich. 

Wann ist man nicht ehrlich? 
Ich spüre, ob jemand es ernst meint, wenn er/sie etwas tut oder etwas sagt. Und das ist auf jeden Fall eine wichtige Qualität. Ich denke oft darüber nach, was eigentlich eine:n guten Schauspieler:in  ausmacht. Eine richtige Antwort habe ich nicht, es ist unfassbar schwer in Worte zu fassen.

Siehst du häufig unehrliches Schauspiel im deutschen Film und Fernsehen? 
Es gibt wahnsinnig tolle Leute, denen ich gerne zuschaue, aber es gibt, das muss man auch ganz ehrlich sagen, auch Schauspieler:innen, die ich nicht so spannend finde. Das ist Geschmackssache. 

„Mein liebstes Hobby ist es, mir neue Hobbys zu suchen.“

Was macht eine:n gute:n Schauspieler:in aus? 
Eine Ehrlichkeit und Durchlässigkeit im Spiel. Die Person muss die Fähigkeit haben, das Publikum am Geschehen und an den Gefühlen der Person teilhaben zu lassen. Wenn ich am Bildschirm oder im Kino spüren kann, was die Person gerade beschäftigt, dann hat der/die Schauspieler:in schon sehr viel richtig gemacht. 

Haben sich die Anforderungen an gutes Schauspiel in den letzten Jahren verändert? 
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Meine Anforderungen an mich selbst haben sich auf jeden Fall verändert. Das Schlimmste ist es für mich, stehen zu bleiben. Ich möchte mich permanent weiterentwickeln und suche mir dafür Mentor:innen, die mich bei gewissen Aspekten unterstützen. Ich spreche zum Beispiel Englisch als Muttersprache, habe aber einen australischen Akzent. Mit der Hilfe von Akzent-Coaches versuche ich gerade mir andere Akzente zu erarbeiten. Ich sage bei einem Projekt nur dann zu, wenn ich mir erhoffe, etwas Neues zu lernen. Meistens lernt man dann zwar etwas ganz anderes, aber egal (lacht). 

Warum? 
Um mein Spiel und meine Einsatzmöglichkeiten weiter auszubauen. Ich finde es sehr schade, dass das Regionale in der Sprache in Deutschland keine Wichtigkeit hat. Es wird gefühlt eher immer vertuscht. Dabei kann man über solche Feinheiten unfassbar viel über eine Person aussagen, ohne ein einziges Wort zu verlieren. 

Du bist sehr jung in die Schauspielbranche gestartet, hast du manchmal Angst, dadurch etwas von deiner Jugend verpasst zu haben?
Ja und nein. Natürlich habe ich einiges verpasst, aber dafür habe ich auch sehr viel erlebt, was andere Leute in meinem Alter noch nicht erlebt haben. Ich liebe es auch, dass ich durch meine Arbeit so viel reise und so viel von der Welt sehe. Das kann auch anstrengend sein, wenn man ständig an neuen Orten lebt, aber grundsätzlich liebe ich es. Man muss sich immer wieder neu zurechtfinden und kann stets neue Versionen von sich erleben. 

Von außen sieht so ein Schauspielleben ja meist sehr glamourös aus… 
Von wegen! (lacht). Ich habe es mir gestern bei der Premiere von „Silber“ auch wieder gedacht. Die Leute sehen einen dann in einem schönen Kleid auf dem roten Teppich, aber das ist so ungefähr 0,1 % der Arbeit. Das ist so weit weg von der Realität. Einen Film zu machen, ist wirklich harte Arbeit. Das sind monatelang 60 – 80-Stunden Wochen. Und die meiste Zeit ist es ehrlich gesagt so gar nicht glamourös. Man zieht sich auf Raststätten oder in Toiletten um und wartet in der Kälte, bis man wieder für die nächste Szene gefragt ist. Nicht dass ich das schlimm finde, wirklich gar nicht, aber es amüsiert mich oft, wie sich manche Menschen unseren Job vorstellen. 

„Man muss sich als Schauspieler:in immer wieder neu zurechtfinden und kann stets neue Versionen von sich erleben.“

Diese Dinge werden dem Publikum meist natürlich nicht gezeigt…
Nein. Und vor allem sieht man auch nicht die ganzen anderen Menschen, die so einen Film erst möglich machen. Das finde ich ehrlich gesagt super schade. Man kann sich glaube ich auch kaum vorstellen, wie viele Leute bei so einem Projekt beteiligt sind, wie kleinteilig unsere Arbeit manchmal ist. Beim Endprodukt sieht man dann aber „nur“ die Schauspieler:innen, man sieht nicht die ganzen Menschen, die sich davor um die Schauspieler:innnen, die Maske, das Outfit oder auch das Bühnenbild gekümmert haben. Das ist schon ein extremes Ungleichgewicht und eigentlich nicht fair. 

Du schaust dir deine eigenen Projekte nur ungern selbst an, weil du dann in erster Linie auf persönliche „Fehler“ achtest und den Film an sich gar nicht genießen kannst. Zerstört man sich so als Schauspieler nicht auch ein bisschen selbst die Freude am Film, wenn man das ganze immer technisch betrachtet? 
Wenn ein Film richtig gut ist, kann ich ihn gar nicht unter technischen Gesichtspunkten sehen. Natürlich läuft das berufliche Analysieren immer irgendwie mit. Aber ich kann gute Filme durch meine Arbeit fast noch mehr wertschätzen, weil ich weiß, was für eine unfassbare Arbeit dahintersteckt. Ich weiß dann, wie viele Menschen wie lange an so einem Film gearbeitet haben. Manchmal beeindruckt mich ein Film auch so, dass ich mir denke, dass kann nicht sein, dass diese Menschen mit den gleichen Mitteln gearbeitet haben, wie wir. Er ist zu gut (lacht). Ich liebe es einfach mich auf Filme und neue Welten einzulassen und diese Liebe wächst immer weiter.  

Was müsste der Film tun, um dich zu verlieren? 
Er müsste aufhören, von der Liebe zu erzählen. Und keine Liebe für die Menschen, die für und mit ihm arbeiten übrig haben. Grundsätzlich spürt man immer, wieviel Liebe in einen Film geflossen ist. 

Woran? 
An den Details. Ich merke zum Beispiel, wenn sich die Schauspieler:innen nicht wohl gefühlt haben. 

Am Schauspiel, so sagtest du in einem Interview, fasziniert dich in erster Linie die Teamarbeit, wenn man gemeinsam vor der Kamera eine Geschichte erzählt. Gibt es Momente, in denen man als Schauspieler auch Einzelkämpfer sein muss?
Ich wüsste nicht wann, nein. Ich lerne allerdings mit den Jahren immer mehr für meine Bedürfnisse einzustehen. Also ganz klar zu äußern, was ich gerade brauche, um meine Arbeit bestmöglich machen zu können. Keine Allüren oder ähnliches, sondern einfach ehrliche Kommunikation. Gerade bei jungen Kolleginnen in der Branche wird häufig erwartet, dass wir alles mitmachen, immer ja sagen und immer lächeln.

Im Großen und Ganzen ist und bleibt der Film aber eine Teamarbeit. Ich glaube, das findet man so auch in keinem anderen Beruf der Welt. Am Set muss ich zum Beispiel auch immer wissen, was in jeder Ecke passiert. Ich kann mich nie in meinen Aufenthaltsraum zurückziehen, ich will immer bei allem dabei sein, allen Crewmitgliedern beim Arbeiten zuschauen und dabei ganz viel lernen (lacht). Man kann sich das als Außenstehender glaube ich auch ganz schlecht vorstellen, wie eng man für so ein Projekt und so einen Film dann zusammenwächst. Man hat eine gemeinsame Vision und für diese Zeit ist man eine Familie, die alles teilt. 

Ist das nicht auch anstrengend? Vor allem, wenn man so eng ist und sich dann für den nächsten Film wieder trennen muss. 
Auf jeden Fall. Gerade bei erfahreneren Schauspieler:innen merke ich, dass die sich ab und zu auch nicht mehr so gut darauf einlassen können. Vermutlich, weil sie dieses Nähe-Distanz-Verhältnis schon zu oft hatten. Das kann einem auf eine gewisse Art und Weise natürlich auch das Herz brechen. 

„Man hat am Set eine gemeinsame Vision und für diese Zeit ist man eine Familie, die alles teilt.“

Wie gehst du im Schauspiel damit um, dass dein Schicksal immer von jemandem abhängt, der vielleicht etwas in dir sieht?
Ich hatte mit 17 Jahren eine Phase, in der ich selbst überlegt habe, Casterin zu werden (lacht)

Um an der Macht zu sein und zu entscheiden?
Nein, gar nicht, ich finde es nur unglaublich spannend, weil dieser Mensch zusammen mit der Regie auf eine Art die Farben des Films kuratiert. Ich habe dann eine Zeitlang als Castingassistenz gearbeitet und gemerkt, wie wenig es bei einem Casting eigentlich auf das schauspielerische Können ankommt.

Heißt konkret? 
Es geht nicht immer ausschließlich um das Können alleine. Sondern um die Kombination an Möglichkeiten. Es gibt Leute, die unfassbar gut sind, aber für diese Rolle nicht die richtige Farbe mitbringen. Diese Erkenntnis hat mir das Vertrauen gegeben, dass ich bei den richtigen Projekten auch gesehen werden. Wenn ich in das Bild gehöre, wird es auch passieren. Meine gute Freundin Lena Urzendowsky hat letztens gesagt, wenn man das Spielen so sehr liebt, kann es eigentlich gar nicht schiefgehen. Die Liebe gewinnt immer. 

Die Schauspielerin Lea van Acken sagte in einem Interview mit uns: „Wenn man alles kann und alle Möglichkeiten hat, muss man sich noch genauer überlegen, was man wirklich will.“ Was willst du? Was ist für dich der Sinn des Lebens? 
Ein guter Mensch zu sein. Ich möchte Dinge tun, die andere Menschen berühren. Oder sogar eine Veränderung in ihrem Leben auslösen. Vielleicht auch ganz unabsichtlich mit einem tollen Film. 

Was würdest du sagen, ist die größte Herausforderung deiner Generation?
Die Klimakatastrophe. Das Gefühl, dass man nicht weiß, wie es mit der Welt weitergeht. Natürlich hatten das Generationen vor uns auch schon, auf eine andere Weise, meist politischer Natur. Aber ich glaube die Angst um die Lebensgrundlage unserer ganzen Spezies ist etwas, was unsere Generation nachhaltig prägt. Und das wirkt sich natürlich auch auf unsere Fähigkeit aus, Entscheidungen zu treffen. Wir leben in einer Welt, in der wir uns eigentlich auf nichts verlassen können. Manchmal habe ich das Gefühl, ich wache fast jeden Tag in einer neuen Welt auf. Es wundert mich deshalb auch nicht, dass es so viele Jugendliche und junge Erwachsene gibt, die traurig und einsam sind und sich nicht zurecht finden. Es gibt so wenig, was aktuell Halt bietet.

Was gibt dir Halt? 
Meine Familie. 

Du sagtest in einem Interview, du seist kein Mensch, der Zukunftspläne macht, sondern verlässt dich immer ganz auf dein Bauchgefühl. Wann hat dir dein Bauch das letzte Mal von etwas abgeraten? 
Heute. Ich bin auf zwei Geburtstagsfeiern eingeladen, aber mein Bauch sagt mir nach unserer schönen Premiere, bleib zuhause und entspann dich. Also mache ich das (lacht). 

So ein Bauchgefühl brauche ich auch…
Ich glaube das hat jeder! Man muss nur den persönlichen Zugang finden. Bauchgefühl, Instinkt oder Intuition, ich weiß gar nicht, was es genau ist, aber bis jetzt hat es mich ganz gut durch die Welt gebracht. 

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