Tijen Onaran © Urban Zintel 

Der Reiz der Reichweite und der Anerkennung wirkt viel größer, als die Reflexion darüber wie man wahrgenommen wird.

von Laura Bähr

Tijen, wie würdest du dich als Marke beschreiben? 
Tijen Onaran: In erster Linie bin ich Unternehmerin, die die Welt digitaler und diverser machen will. Und daran werde ich so lange arbeiten, bis es das was ich mache, nicht mehr braucht.

Wie baut man sich heute ein gutes Netzwerk auf? 
Zunächst muss man einmal überprüfen, welche Talente und Fähigkeiten man selbst mitbringt. Ein gutes Netzwerk basiert nämlich immer auf Geben und Nehmen und bevor man nimmt, sollte man sich immer einmal überlegen, was man geben kann. Und ein besonderes Talent hat jeder. In einem zweiten Schritt sollte man sich dann überlegen, was man von seinem Netzwerk erwartet und wo man selbst hinmöchte. Möchte man die Branche wechseln, möchte man überhaupt einen klassischen Job? Davon hängt ab, mit wem ich netzwerke und wo ich diese Menschen abholen kann. Muss man auf Social Media aktiv sein oder eher in Verbänden oder auf Veranstaltungen? Das ist ganz unterschiedlich. Je klarer man dieses Ziel vor Augen hat, desto klarer kann man auch auftreten. Außerdem unerlässlich: In den sozialen Medien aktiv sein. Das hat sich in den letzten Monaten noch deutlicher gezeigt, wer digital nicht sichtbar ist, findet nicht statt. Ich merke immer wieder, dass sich viele Menschen damit schwertun. Es erfordert auch immer Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und auf Social Media präsent zu sein und nicht nur zu reagieren. Aber das digitale Profil ist heute unerlässlich und ersetzt die Visitenkarte.

Ist es auch wichtig Menschen außerhalb der eigenen Branche kennenzulernen? Wie mache ich das? 
Auf jeden Fall! Je vielfältiger und diverser das persönliche Netzwerk ist, desto besser. Ich habe auch ganz viele Menschen in meinem Netzwerk, die ich schon ewig kenne, wo es bisher aber leider keinen Punkt gab, wo wir hätten zusammenarbeiten können. Trotzdem glaube ich fest daran, dass das irgendwann der Fall sein wird. Wichtig ist auch, dass man nicht immer einen bestimmten Anlass zum Netzwerken haben muss. Netzwerken bedeutet für mich auch Wissensaustausch – voneinander lernen. Deshalb ist es so wichtig die verschiedensten Menschen im Netzwerk zu haben, aus den unterschiedlichsten Branchen, von denen man auf verschiedensten Ebenen inspiriert werden kann. Die weiter sind als man selbst, oder gerade erst gestartet – für unterschiedliche Perspektiven und den frischen Blick. Das macht die Stärke und vor allem die Langlebigkeit eines guten Netzwerks aus. 

Muss man heute am besten schon in der Jugend anfangen zu connecten, da man sonst viele Möglichkeiten verpasst? 
Es ist natürlich nie zu spät mit dem Netzwerken anzufangen. Aber klar, je früher man sich darüber Gedanken macht und mit den Menschen in Kontakt kommt, desto besser. Im Studium mit den Kommilitonen aber spätestens dann, wenn ich beruflich weiß, wo ich hinmöchte und was ich dafür auf die Beine stellen muss, ist es unerlässlich die Fühler auszustrecken. 

Müssen Kontakte auch immer gleich Freunde sein? 
Nein! Das wichtigste ist, sich vor Augen zu führen, dass das Netzwerk nicht dazu da ist, soziale Kontakte zu ersetzen. Um Freunde oder sogar die große Liebe zu finden. Ich glaube es gibt viele Menschen, die das verwechseln. Die denken, sie müssten mit jedem klarkommen, um erfolgreich zu netzwerken. Wenn man jeden sympathisch findet und umgekehrt, macht es das natürlich einfacher, keine Frage, aber am Ende des Tages geht es eben um den Wissensaustausch. Das muss nicht immer der Best Buddy sein. Man muss sich davon frei machen, alle Menschen im Netzwerk heiraten zu wollen. Es ist wichtig, die eigene Expertise zu reflektieren und eine gesunde, berufliche Distanz aufzubauen, die für ein nachhaltiges Netzwerk nötig ist. 

Dein aktuelles Buch trägt den Titel „Nur wer sichtbar ist, findet auch statt“. Ist es besser überhaupt keinen Auftritt zu haben als einen schlechten?
Mhm, nein. Was schlecht ist und was nicht, ist ja sowieso immer subjektiv und am Auftritt selbst kann man im Zweifel immer noch feilen. Der persönliche Auftritt ist auch eine Form der Unabhängigkeit, weil man eben selbst über sein Auftreten bestimmt und kein Bild von außen aufgedrückt bekommt. Jeder sollte seinen Auftritt, ob laut oder leise, extrovertiert oder introvertiert, selbst bestimmen und steuern. Wichtig ist nur, sich klarzumachen, dass man so oder so positioniert wird. Wenn man es selbst nicht tut, tut es die Außenwelt und man kann nicht dagegen steuern. 

Das Connecten findet ja häufig in den Pausen oder nach der Arbeitszeit statt. Räumen wir dem ganzen Faktor „Work“ in unserem Leben damit zu viel Platz ein? 
Ja, wobei ich glaube, dass sich das ganze Verständnis für Arbeit verändert hat. Viele Menschen haben keine strikte Trennung mehr zwischen ihren Lebensbereichen Work und Life, es gibt diese klassische Trennung von Job und Leben nicht mehr. Deshalb gibt es auch immer mehr Firmen, die versuchen ihre Mitarbeiter auf der sozialen Ebene zu begeistern. Dass es eben nicht mehr darum geht, Arbeit abzuliefern, sondern diese Arbeit auch als Lebensraum anzusehen. Die Grenzen verschwimmen und umso wichtiger ist es auch im Job, ein Netzwerk zu haben, das einen inspiriert. 

Bist du ein Fan des Konzepts „Home-Office“?
Ich glaube, das wichtigste beim Thema „Homeoffice“ ist es, sich die Vielfältigkeit und die Bedürfnisse der Menschen genauer anzusehen. Ich arbeite ja schon immer im Homeoffice und komme damit super klar, aber ich glaube es gibt viele, die dafür überhaupt nicht gemacht sind. Weil sie zum Beispiel in einer viel zu kleinen Wohnung leben, die digitale Infrastruktur dafür nicht haben oder unter mentalem Stress oder sogar Einsamkeit leiden. Auf der anderen Seite gibt es viele, die beim Arbeiten im Homeoffice aufblühen und sagen endlich kann ich mich mal richtig konzentrieren, ich bin viel produktiver und kreativer. Das wichtigste für die Zukunft der Arbeitswelt ist es, die Entscheidungsfreiheit zu haben und sich seinen Arbeitsalltag selbst zu gestalten. Und wir brauchen viel mehr Vertrauen vonseiten der Arbeitgeber, die darauf vertrauen müssen, dass ihre Mitarbeiter eben nicht auf dem Sofa sitzen und Netflix schauen. Wir müssen von dieser Präsenzkultur, die wir in Deutschland vor Corona ganz klar noch hatten, zu einer agilen Arbeitskultur finden, die es jeder Person auf die eigene individuelle Art ermöglicht, einen guten Job zu machen. 

Du stehst mit vielen Unternehmen in engem Kontakt. Ist das ein realistisches Ziel in den nächsten Jahren? 
Ich glaube schon, dass die aktuelle Krise sehr viel sichtbar gemacht und vielen digitalen Themen einen Turbo mitgegeben hat. Egal ob es das Thema Homeoffice oder Digitalisierung war. Vieles was zu Anfang des Jahres noch undenkbar war, Meetings nur noch online abzuhalten zum Beispiel, ist jetzt Realität. Das wichtigste ist, dass wir jetzt nicht denken, dass sobald sich die gesundheitliche Lage wieder normalisiert hat, alles wieder auf Anfang geht und jeder Fortschritt vergessen wird. Wir dürfen keine Rolle rückwärts machen. Wir müssen uns jetzt überlegen, was uns die Krise eigentlich gezeigt hat: Wir sollten und können weniger reisen! Das Thema Digitalisierung ist keine Modeerscheinung, sondern essenziell wichtig! 

Was hältst du vom Trend Beruf des Influencers – dessen tägliche Aufgabe Personalbranding ist?
Ich muss sagen, ich bin sehr froh, dass es mit mittlerweile auch viele Sinnfluencer auf Instagram gibt, die eben ganz andere Themen vertreten. Und ich beobachte auch, dass die klassischen Influencer, die ja meist aus der Lifestyle-Ecke kommen, auch immer mehr die gesellschaftskritischeren Themen für sich entdecken. Das finde ich grundsätzlich eine tolle Entwicklung. Sie haben natürlich eine enorme Reichweite und sind die großen Vorbilder einer jungen Generation, das kann man nicht leugnen. Deshalb finde ich es toll, wenn sie diese Macht auch für Themen wie Gleichstellung oder Nachhaltigkeit nutzen. Was ich jedoch den jungen Menschen rate, dass sie sich dieses gehypte Berufsbild des Influencers als Ziel gesetzt haben: Überlegt es euch gut! Die wirklich erfolgreichen Influencer sind das A nicht über Nacht geworden und B ist das ein Job mit viel harter Arbeit. Alles, was auf Instagram so leicht aussieht, egal ob wir das jetzt gut finden oder nicht, ist ein Knochenjob. Ich glaube, das können sich viele junge Menschen gar nicht vorstellen und sind dann am Ende des Tages enttäuscht. Für mich ist es entscheidend, dass sich alle Influencer ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst sind, mit dem was sie machen.

Wann hört sinnvolle Selbstpositionierung auf und fängt nervende Selbstinszenierung an? Kann man auch zu viel zeigen?
Ich finde alles, was privat ist, ist ein schmaler Grat – persönlich ja, aber nicht privat. Ich weiß jetzt nicht, ob jemand lesen will, dass ich Eheprobleme habe. Also mit Sicherheit gibt es welche (lacht), aber das hat ja mit meinem gewählten Personal Branding nichts zu tun. Die Frage ist, worauf zahlt das bei meiner Positionierung ein, also was bringt mir das? An dieser Frage würde ich mich auch immer orientieren, wenn ich überlege, was ich von mir zeige oder nicht. Wo möchte ich hin und wie möchte ich wahrgenommen werden? Und je privater ich werde, desto angreifbarer bin ich und desto mehr verschwinden die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem. Deshalb würde ich persönlich die Partnerschaft oder auch die Kinder immer raushalten. Bei den Kindern nimmt man diesen nämlich so auch die Entscheidung der eigenen Sichtbarkeit, die sie, sobald sie es können, selbst treffen sollten. Man muss sich einfach immer darüber im Klaren sein, was diese geteilten Informationen für Konsequenzen mit sich bringen. Außerdem sollte man sich die Frage stellen, ob man das, was man da postet, auch, so blöd wie es klingt, an einer Litfaßsäule aushängen würde, denn nichts anderes ist das Internet. Viele junge Leute haben glaube ich noch nicht ganz verstanden, dass was einmal im Internet steht, dort für immer zu finden sein wird. 

Gibt es da zu viel Unwissenheit bei den jungen Menschen?
Ich glaube, dass sich viele in dem Moment des Postens nicht so die Gedanken machen, wie sie es eigentlich sollten, ja. Weil der Reiz der Reichweite und der Anerkennung viel größer wirkt als die Reflexion darüber wie man wahrgenommen wird und die Gefahr, dass das Internet nicht vergisst. Deswegen sag ich immer: Wer schreibt, der bleibt! Alles, was ich heute poste, egal ob ich das wieder lösche, bleibt. Junge Menschen gehen total selbstverständlich mit den sozialen Medien um, machen sich aber in den seltensten Fällen über Konsequenzen und Risiken Gedanken, weil sie das nie beigebracht bekommen haben. Da müssten auch die Schulen viel mehr Verantwortung übernehmen.

Du meintest eben „persönlich ja, privat nein“. Sollten die Menschen dann am besten zwei Accounts nutzen, einen für ihre privaten Bilder mit Freunden etc. und einen für den beruflichen Austausch?
Das hängt stark von der eigenen Positionierung ab und von den eigenen Zielen. Wenn man als Experte wahrgenommen werden will, braucht es das Private meiner Ansicht nach gar nicht. Wenn man eher mit persönlichen Themen in die Öffentlichkeit treten will, kann man das aber natürlich nicht außenvorlassen. Ich bin kein großer Fan von zwei Accounts. Es kann bestimmt eine gute Lösung für Menschen sein, die sich bei der Themensetzung unsicher fühlen. Aber ich für mich kann sagen, dass ich häufig schon mit einem Account überfordert bin. Man muss sich dann ja auch immer fragen, was findet auf dem einen und was auf dem anderen Kanal statt. Das muss jeder selbst entscheiden. Wichtig ist, dass man sich ein paar Wochen später noch guten Gewissens die eigenen Posts und Kommentare anschauen kann. Ein gutes Bauchgefühl macht für mich an dieser Stelle folglich mehr Sinn als drei Content-Strategien. 

Braucht man denn immer eine Strategie für Social Media?
Ich finde eine intuitive Positionierung total gut. Aber natürlich habe ich vor Jahren auch mal grundsätzlich an einer Strategie gearbeitet. Wenn man nur seine Daten und Fakten runterbetet, kommt das natürlich nicht gut an. Man darf die Nahbarkeit bei allem nicht aus den Augen verlieren. Wenn man nur noch auf Zahlen, Fakten und Follower schaut, macht man sich sehr schnell abhängig. Man muss einen Mehrwert schaffen. Wenn sich die Leute alles ergooglen können, bringt ihnen mein Kanal nichts. Deshalb muss ich mir überlegen, wer will ich sein. Ein paar Kollegen nach der Außenwahrnehmung fragen, wie wurde ich bisher wahrgenommen. Und dann würde ich mir überlegen, welcher Kanal macht wie für mich Sinn. Ich denke bei alten Posts oder Interviews von mir auch manchmal, ich möchte mir am liebsten selbst einen Brandbrief schreiben (lacht). Das gehört dazu, man wächst und entwickelt sich ja schließlich auch. Solange das alles in einem bestimmten Rahmen abläuft, ist das kein Problem. 

Ertappst du dich manchmal auch dabei, dass es dich trifft, wenn du Follower verlierst oder negative Kommentare erntest? Fühlst du dich von den sozialen Medien dann unter Druck gesetzt? 
Ja, natürlich. Wenn man sich manchmal stundenlang Gedanken über etwas macht und viel Energie und Herzblut reinsteckt und dann bekommt man nicht die Reichweite, die man wollte, oder der Inhalt kommt einfach nicht gut an, dann ist das deprimierend, das kann man nicht anders sagen. Dann rufe ich mir aber immer wieder ins Gedächtnis, dass es einen großen Unterschied macht, ob ich Follower oder meine Community verliere. Follower sind nur eine Zahl, die Community ist ein Netzwerk. Follower, das wissen wir auch alle, können im Zweifel auch gekauft werden. Und am Ende des Tages sagt diese Zahl nichts darüber aus, wie wir positioniert sind. Es kommt darauf an, wie gut unser Netzwerk funktioniert. Ich habe auch schon oft gemerkt, dass gerade die Themen, die vielleicht nicht so viel Reichweite bekommen haben, die wirksamsten waren. Und die Wirksamkeit zeigt sich darin, die Menschen zu erreichen, auf die es ankommt. Dann sind die drei richtigen Menschen teilweise viel mehr wert als 3000 Falsche.

Ein Job muss heutzutage für viele alles sein. Es geht nicht mehr nur ums Geld verdienen, sondern auch um den großen Sinn und die ideale Selbstverwirklichung. Ist das am Ende des Tages vielleicht zu viel verlangt?
Ich würde sowieso immer versuchen, mich von meinem Job unabhängig zu machen, denn der Job kann morgen weg sein. Deshalb ist mir auch mein Netzwerk so wichtig, das bleibt unabhängig vom Job bestehen. Die Sichtbarkeit überdauert jeden Job. Das Entscheidende ist, dass besonders ganz junge Menschen eine unglaubliche Erwartungshaltung an ihren Job und ihren Arbeitgeber haben. Der muss ihnen alles bieten. Ich denke mir dann immer, klar ich verstehe das, man möchte ja immer das Beste. Aber am Ende sollte man sich überlegen, ob es einem um den Job oder um die Themen geht, die einen antreiben. 

Du bist Gründerin des Unternehmens Global Digital Women und Autorin von „Die Netzwerkbibel“. Brauchen Frauen mehr Unterstützung beim Connecten? 
Das war lange Zeit so, ja. Aber aktuell ist etwas im Wandel. Früher gab es wirklich in erster Linie männliche Netzwerke. Da sind die Männer nach dem Feierabend noch ein Bier trinken gegangen und die weiblichen Kollegen haben das häufig gar nicht mitbekommen. Das ist heute anders. Durch Social Media sieht jeder, wer mit wem connected ist. Die sozialen Medien haben das Netzwerken transparenter gemacht. Und ich glaube, dass diese Transparenz vielen Frauen zugutekommt. So können wir uns gegenseitig mehr unterstützen und Solidarität zeigen. Außerdem kommt gerade eine neue Generation nach, die jedes Klischee von Frauen, sich gegenseitig anzuzicken, durchbricht. Es ist die Zeit des gegenseitigen Empowerns! 

Wie hinterlässt man auch offline einen bleibenden Eindruck?
Zunächst sollte man sich gute Vorbilder suchen und sich mit denen connecten. Das geht natürlich zu Beginn am besten online, allerdings sollte man dann so schnell wie möglich schauen, dass man diese auch „in echt“ trifft. Für einen Kaffee oder zum Lunch. Man kann unglaublich viel von Vorbildern lernen. Jetzt fragen sich bestimmt viele, wieso sich andere Menschen, gerade wenn man erst am Anfang seiner Berufskarriere steht, mit einem treffen sollten. Deshalb sollte man sich stets überlegen, da sind wir wieder am Anfang, was man selbst zu dieser Beziehung beisteuern kann und es gibt immer irgendwas, glaubt mir. Man sollte transparent und sichtbar machen, was der Gegenüber davon hat, dass er sich mit dir trifft. Darüber hinaus sollte man sich Vereine oder Gruppen suchen, in denen man lernt zu präsentieren, sich zu connecten und mit Menschen in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Das stärkt das Selbstbewusstsein ungemein. Man sollte die Orte suchen, an denen man sich einbringen kann und dies dann auch tun. 

Welche Rolle spielt Kleidung bei so einem Eindruck? Machen Kleider Leute?
Das kommt darauf an, ob es die Person selbst zum Thema macht oder nicht. Ein besonderes Äußeres kann mit Sicherheit helfen, sich von der Masse abzuheben, aber es braucht es auch nicht unbedingt. Mein Credo ist ja, dass Frauen sich in Sachen Kleidung nicht verbiegen lassen sollte. Dass man nicht immer in Bluse und Hosenanzug kommen muss und trotzdem ernst genommen werden kann. Was ich auch super spannend finde, ist, dass dieses Thema immer nur bei Frauen von den Medien aufgegriffen wird. Ich habe noch nie erlebt, dass über einen Politiker oder CEO geschrieben wurde, dass er mit einer besonderen Aura den Raum betreten und sein Anzug seiner Figur ungemein geschmeichelt hat. Das werden wir nicht lesen. Deshalb: Bleibt, wie ihr seid! Verkleidet euch nicht. Authentisch kann man nur sein, wenn man darstellt, wer man wirklich ist. 

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